Die Spiele-Idee

Ich will nicht behaupten, dass zu erst eine Idee „erschaffen“ werden muss, es gibt auch andere Wege für die ersten Schritte, aber in diesem Fall wurde gezielt nach einer Spiele-Idee gesucht, die sich gut an gewisse Grundanforderungen angepasst werden konnte.
Diese Anforderungen waren folgende:

  • Zielgruppe: Von Kindern bis jungen Erwachsenen – Casual Spieler.
  • Allgegenwärtige Plattform: Handy -> iOS & Android.
  • Simple Steuerung: Halten des Handys mit nur einer Hand und Bedienen mit nur einem Finger.
  • Tauglich für kurze schnelle Spiele: Wenige Sekunden sollten reichen, um ein Spiel zu beenden.
  • Kein Clon: Vermeiden der Ähnlichkeit zu anderen Spielen.
  • Spaß: Schnell eintretend und „dauerhaft“.

Alternativ kann z.B. auch eine Spiele-Mechanik oder grafische Eigenschaft die Grundlage sein, an der man sich orientiert, lange bevor eine greifbare Idee ausformuliert werden muss. Ein aktuelles Beispiel hierfür wäre das Vorhaben ein Spiel für eine Virtual Reality Brille zu entwickeln. Dies legt in einem gewissen Rahmen die möglichen Plattformen, Entwicklungsumgebungen und Programmiersprachen fest, wodurch Umsetzungen mancher Ideen erschwert oder gar unmöglich werden.

Nun gilt es eine Idee zu finden, die sich mit genannten Anforderungen vereinbaren lässt. Es ist immer hilfreich sehr viele Spiele zu kennen, um ein guter Spieleentwickler zu werden. So kann man sich Inspiration holen und aus Erfolg und Misserfolg anderer lernen. Auch ist es nicht verwerflich Spielelemente aus anderen Spielen zu übernehmen. Genau genommen ist es wahrscheinlich nicht einmal möglich, etwas Neues zu erfinden dass nichts enthält, was bereits da gewesen ist…
Abgesehen davon, dass manche Punkte sicher Geschmackssache sind, so sollte ein Spiele-Kenner in der Lage sein ein paar Spiele aufzulisten, auf die die oben genannten Anforderungen zutreffen.
Ich möchte an dieser Stelle nur eines nennen – es ist sehr bekannt – Flappy Bird.
Es gibt unzählige Spiele (z.B. „Runner“ genannt), welche auf einem vergleichbaren Prinzip basieren und mehr oder weniger Erfolgreich sind. Um so schwerer wird es, etwas zu erschaffen, das heraussticht.

OK, so weit so gut. Inspiration durch Vergleichbares… Woher jetzt die Idee? Ich werde nicht damit anfangen das menschliche Gehirn zu erklären und wie Ideen zustande kommen. Ich habe erst mal einige Tage, vielleicht Wochen, damit zugebracht einfach nur darüber nachzudenken – ich hatte es nicht eilig. Ich habe über Spiele nachgedacht die ich kannte, auf die meine Anforderungen passten. Ich habe überlegt was diese Spiele gut macht, wie man sie weiter verbessern könnte oder wie ein anderes Szenario aussehen könnte, in dem genau die selbe Spielemechanik angewandt werden könnte. Dann versuchte ich in Gedanken verschiedene Spiele zu vermischen oder Teile davon durch komplett neues zu ersetzen. Später versuchte ich bewusst von existierenden Spielen zu abstrahieren und mir verschiedenste Handlungen aus dem realen Leben oder auch aus Filmen als Spiel vorzustellen. Und so könnte ich noch stundenlang Gedankengänge viel genauer ausführen, aber ich will euch ja nicht alles vorkauen. 😉

Und schließlich landete ich bei meiner Idee für Dimension Rider: Eine Art Schiff (der Rider), das sich auf einem hochkant gehaltenem Handybildschirm (Portrait-Modus) stetig nach oben bewegt und Hindernissen ausweichen muss. Man kann es mit Wischen eines Fingers stufenweise nach rechts oder links verschieben. Es gibt verschiedene endlose Level, die man nach und nach freischalten kann. Diese sind in verschiedenen Grafikstilen umgesetzt, verbunden mit Unterschieden in der Spielemechanik, die für Abwechslung sorgen sollen (die Dimensionen).
Es wird ein Level-System geben, welches das Sammeln von Erfahrung und / oder Geld erlauben wird, anhand dessen man sich verbessern kann (erleichterte Steuerung, robusteres Schiff, …).
Ganz wichtig sind die Highscore-Listen der einzelnen Dimensionen, durch die Spieler sich miteinander messen können.
Diese grobe Beschreibung lässt noch viel Spielraum offen. Diesen werde ich in kommenden Artikeln weiter füllen.

Das nächste Mal möchte ich erklären, was daran Spaß machen soll und warum. Dabei gehe ich auch auf andere „Spaßerzeuger“ ein und erkläre diese.

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Original Post, Montag, 25. Mai 2015